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Beschreibung |
Eigenschaften |
Im Jahre 1898 bringt Alfred Ollivant in
seinem Buch Owd Bob eine Beschreibung, die auch zum heutigen Beardie sehr
gut passt.
"Wenn Du quer durch wilde Schafweiden wanderst oder
einem Moor entlang, oder wenn Du auf einen Viehmarkt gehst, triffst Du
zuweilen einen wirklich perfekten freundlichen Knecht. Er
ist gekleidet in dunkelgraue Gewänder, die hier und da von den Strahlen
des Mondes erleuchtet werden. Dieser Knecht ist frei durch
göttliches Recht, er gehört der Gilde der Gentlemen an, er ist
mannhaft wie ein Prinz, schlank wie eine Eberesche, graziös wie ein
hübsches Mädchen, er benimmt sich wie ein König, seine
Bewegungen und Manieren ähneln denen einer Feenkönigin. Eine
edle Breite der Stirn schmückt ihn, ein Anflug stiller Strenge, wurzelnd
im richtigen Selbstvertrauen, aller dieser Vorzüge ist er selbst
nicht gewahr. Die letzte, sicherste Prüfung aber ist: Schau in seine
zwei schneegekleideten Augen, ruhig, intelligent, ohne Misstrauen,
ihre sanften Tiefen, gehüllt
in ewige Traurigkeit, sind voller Sehnsucht, denn man sagt
von ihnen, sie hätten keine
eigene Seele. Wisse dann, daß Du einem aus der Linie der allerschönsten
Schäferhunde des Nordens begegnet bist." |
Patronat |
Großbritannien |
Größe (Hündinnen) |
51 - 53 cm |
Größe
(Rüden) |
53 - 56 cm |
Gewicht (Hündinnen) |
20 - 25 kg |
Gewicht (Rüden) |
25 - 30 kg |
Haarkleid |
lang, hart, dicht, feine Unterwolle |
Farben |
schwarz, braun, falb, blau, schiefergrau, mit
oder ohne weiße Abzeichen, lohfarbene Abzeichen können in
allen Farben auftreten |
FCI |
Nr. 271, Grupe 1, Sektion 1
Hüte & Treibhunde, Schäferhunde |
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Die
moderne Rasse, wie wir sie heute kennen, wurde in
den 40er Jahren dieses Jahrhunderts der Öffentlichkeit durch ihre
Züchterin G. Olive Willison vorgestellt. Der zufällige
Kauf der Bearded Collie Hündin, Jeannie" begeisterte sie so,
daß sie
sich entschloss, diese Rasse aufzubauen. Nach sorgfältiger
Suche erhielt sie schließlich "Baley" als Zuchtpartner
für Jeannie.
Die Bothkennar Beardies von Mrs. Willison begründeten
die modernen Linien. Die meisten - wenn nicht alle - führen zurück
auf Jeannie und Bafley und den Bothkennar Zwinger. In Kanada
und USA erreichten die Beardies erstaunliche Erfolge, wurden
in Rekordzeit in den Reihen von CKC und AKC aufgenommen.
Sie haben eine treue Anhängerschaft, liegen etwa im Mittelfeld
der jährlichen Eintragungen. Die Bearded Collie Rasse ist eine der
wenigen, die ein dominantes Aufhellungsgen führt. Die Welpen werden
schwarz geboren, beginnen etwa im Alter von acht Wochen
zu ergrauen. Blau verwandelt sich in Silber, braun hellt
sich zimtfarben oder milchschokoladenfarben auf, falb entwickelt
sich zu einer Champagnerfarbe. Bis etwa zum Alter von einem
Jahr geht die Aufhellung weiter, dann kehrt sich der Prozess
um, sie dunkeln wieder nach, werden aber nur sehr selten
wieder so dunkel wie bei der Geburt.
Ausnahmen von dieser
Regel sind natürlich die Hunde, die kein Aufhellungsgen haben. Man
nennt sie "stayblacks" -
schwarz bleibende - ( oder braune u. a.). Weiße Abzeichen sollen
bei diesen Hunden nur im typisch irischen Verteilungsmuster
auftreten. Gründliche Fellpflege ist einmal wöchentlich erforderlich,
dabei wird der Hund durchgebürstet, um Verfilzungen zu lösen,
Matten vorzubeugen. Viele Fragen, wenn sie die Rasse erstmalig
sehen, ob dies ein kleiner, uncoupierter Old English Sheepdog
sei. Beardies gehören zu den verbreitetsten zotthaarige Schäferhunden
- ähnlich wie ihr Vetter der Old English Sheepdog. Das anziehende Äußere
der Rasse führt zu regelmäßigem
Einsatz der Hunde für moderne Werbung. Beardies sind hübsche
Ausstellungshunde, liebevolle Familienmitglieder.
Einige
arbeiten als Therapiehunde, werden von den Menschen in Kinderheimen
und Krankenhäusern begeistert begrüßt. Der Zuchtclub der
Rasse ist sehr aktiv. Um ihre angebotenen Instinkte zu bewahren,
werden Hüteleistungsprüfungen abgehalten. Beardies sind übermütige,
lebhafte, zuweilen stürmische
Hunde. Sie sind auch eigenwillig, robust und dabei empfindsam.
Viele Hundebesitzer sehen in ihnen gleichzeitig angenehme
Familienhunde und eine Herausforderung, sie für Unterordnungswettbewerbe
auszubilden. |
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